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Einfach mal spazieren gehen

von Madeleine Steinbock

Der Sportbetrieb in den Sportvereinen ist nach wie vor eingestellt, die Sporthallen und Gymnastikräume sind zu. Man hat nun zusätzlich viel Zeit zum Grübeln.

Aber Sport bedeutet nicht immer an seine Grenzen zu gehen. Auch mäßige Bewegung tut unserem Körper und unserem Geist gut und trägt zur physischen und psychischen Gesundheit bei. 

Spazieren gehen ist eine der wenigen Tätigkeiten im Freien, die uns im Hinblick auf Corona, sofern wir den nötigen Sicherheitsabstand einhalten, nicht gefährden. Man kann sie sogar mit Mundschutz oder einem halb über das Gesicht gezogenen Schal durchführen, ohne dass man schwer atmen muss.

Um regelmäßig in Bewegung zu bleiben, braucht man also weder ein Fitness-Studio, noch einen Hometrainer, nicht einmal ein Fahrrad. Man kann einfach spazieren gehen, egal bei welchem Wetter. Spazierengehen kann man zu jeder Zeit, man ist an keinen Zeitpunkt oder Termine gebunden. Ein Spaziergang regt die Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphine) an. Insgesamt wird damit auch das Immunsystem gestärkt.

Regelmäßige Spaziergänge senken das Risiko für Herzerkrankungen und senken  Bluthochdruck. Das Risiko für Alzheimererkrankungen und Diabetes verringert sich zudem um fast die Hälfte.

Zur Präventionen von Stress und Depressionen spielt Bewegung, auch in Form eines Spaziergangs, ebenso eine wichtige Rolle. Außerdem regt das getankte Sonnenlicht die Produktion des körpereigenen Vitamin-D an, auch wenn die Sonne kaum sichtbar ist. Körperliche Aktivität wie Spazieren gehen vermindert das Risiko an verschiedenen Krebsarten zu erkranken, zum Beispiel an Darmkrebs. Aber auch andere Erkrankungen wie der Grünen Star werden reduziert. 

Spazieren gehen aktiviert und kräftigt die Muskulatur und hält die Funktionalität des Bewegungsapparates aufrecht. Auch Arm- und Schultermuskulatur werden gestärkt. Die Gelenke werden belastbarer. Dadurch können chronische Gelenk- und Rückenschmerzen vermindert werden.

Es erhält die Knochendichte und reduziert somit das Osteoporose Risiko. Außerdem wird der Gleichgewichtssinn trainiert. Das vermindert die Gefahr zu stürzen. Eine Bewegungsform, die für jedes Alter und jeden Fitnessgrad geeignet ist und den Körper mobilisiert. Sogar das Abnehmen wird durch Spazierengehen erleichtert, da der Stoffwechsel angekurbelt wird.

Durch die ausgeschütteten Endorphine hilft spazieren gehen vor allem in der jetzigen Zeit, die Laune aufrecht zu erhalten und nicht zu Hause zu versacken. Vor allem wenn man in ein kleines psychischen Loch fällt lohnt es sich, sich aufzuraffen und an die frische Luft zu gehen, den Gedanken freien Lauf zu lassen und ein bisschen durchzuatmen.

Wer dabei Ablenkung sucht, kann sich eine Tüte mitnehmen und ein bisschen Müll im Wald oder am Wegrand einsammeln, hier ist jeder noch so kleine Beitrag wichtig. So tut ihr nicht nur etwas für Körper und Seele, sondern auch für die Umwelt.

 

Wir bitten euch, auch beim spazieren gehen die Hygienemaßnahmen und Empfehlungen einzuhalten und wünschen euch eine gute Zeit im Freien!

 

Euer SVV-Team